Donnerstag, der 21. September 2017, 16:08 Uhr
Stärken vor Ort, ein Programm des Europäischer Sozialfonds für Deutschland, fördert kreative Microprojekte, die soziale und berufliche Perspektiven junger Menschen aus benachteiligten Stadtteilen oder strukturschwachen ländlichen Gebieten, verbessern will. Auch das DRK Kinder- und Jugendzentrum Wollkenrasen hat diese Möglichkeit genutzt. Im Projekt "Lebensspuren" geht es zunächst um die Erweiterung der kulturellen Perspektive Jugendlicher, die sich reduziert allein auf musikalische Ebene in Form von MTV und VIVA. Nur ist es eine Faszination, eigene Spuren zu hinterlassen, etwas sichtbar zu machen, aus eigener Kraft, eigener Kreativität.

Damit werden Begabungen gefunden und gefördert und somit das Selbstbewusstsein gesteigert. Selbstfindung und Persönlichkeitsausdruck werden entwickelt, soziale Kompetenzen in gruppendynamischen Prozessen gestärkt. Ästhetische Aktivitäten entwickeln ein emanzipatorisches Wirklichkeitsverständnis, damit verbessern sich die Zukunftschancen der Jugendlichen. Durch die gemeinsame reflektierende Problembehandlung wird ein Erkenntnisprozess initiiert, der die Wahrnehmung der kulturellen Unterschiede sensibilisiert und die Akzeptanz dieser fördert. Die Regelmässigkeit der Arbeit ,das Überwinden von Problemen im künstlerischen Prozess und die Präsentation der Ergebnisse in Form einer öffentlichen Ausstellung formen und fördern die sozialen Kompetenzen der Teilnehmer.

Es ist ein Lernprozess, der sich selbst initiiert. Kunst kann vermitteln, kann das Verstehen von Unterschieden und Gemeinsamkeiten, kann die Möglichkeit bieten etwas zu sagen und gehört zu werden, was sonst in der abweisenden Haltung der Gesellschaft nie wahrgenommen worden ist. Ein wesentlicher Aspekt ist die kreativ- analytische Reflexion des eigenen Lebensumfeldes, um eine eigene Kultur abseits der "erlernten Hilflosigkeit", der medialen Überschwemmung mit Banalitäten und Sinnlosigkeiten, zu entwickeln. Es ist die Beschäftigung mit Kunst ohne begrenzenden Leistungsdruck, der Interesse an weiterer kultureller Bildung weckt. Die eigene kreative Arbeit weckt Interesse an den Werken anderer und bietet damit einen neuen, völlig unbekannten Zugang zu Kunst und Kultur.

Ich sehe es als meine und die Verantwortung von bildenden Künstlern, neben der herrschenden Eliten- und Banalitätenkultur denjenigen, die finanziell benachteiligt und dadurch auch direkt von Kulturerlebnissen fergehalten werden, Wege zu eröffnen, doch einen Zugang zu finden. Es erscheint mir, dass man erst ein Interesse wecken muss. In diesem Projekt haben wir einen Weg gefunden, der solche Teilhabe auch in den Bedürfnissen dieser Menschen verankert durch ein unter Umständen einmaliges aber prägendes Erlebnis von Kultur hautnah.

Unter gleichem Vorzeichen konnten im folgendem Jahr mehrere Projekte an Schulen und einem weiterem Jugendzentrum durchgefhrt werden. Zu nennen wren hier "EinzigArtige Kunst" und "EinzigArtiger Druck" in Schalkau sowie als Teil eines Vernetzungsprojektes nochmals in Sonneberg. Die Arbeiten der Jugendlichen sind bei anschlieenden Ausstellungen gezeigt worden und waren beeindruckend. Diese Projekte wurde gefrdert durch:

Strken vor OrtEUBMFSFJ